Es gibt mal wieder eine großartige Idee, die verwirklicht wurde und meiner Meinung nach das Netz nachhaltig verändern könnte: Flattr.
Dabei handelt es sich um eine Micropayment-Plattform für Inhalte im Netz mit niedrigem »Treshold«, soll heißen, wenig Aufwand für den User (im Vergleich zu Lösungen, die mit Paypal oder Ähnlichem funktionieren). Das Ganze ist jedoch vom User auf einen Maximalbetrag gedeckelt, wodurch man sich niemals Sorgen um seine Ausgaben machen muss.
Es funktioniert folgendermaßen:
Zunächst benötigt man einen Account auf flattr.com. Da sich die Seite noch in der Betaphase befindet muss man entweder eingeladen werden (Anfragen an mich gerne per Mail oder Kommentar) oder man setzt sich auf die Invite-Liste. Die Einladung ließ bei mir nicht lange auf sich warten.
Hat man einen gewissen Betrag (hier werden 8 € vorgeschlagen) auf die Seite per Kreditkarte, Onlineüberweisung, Paypal, Moneybookers o.Ä. transferiert, kann man loslegen zu »flattrn«. Teilnehmende Seiten erkennt man an den in die Seiten eingebundenen Buttons, welche es mit einem einfachen Klick ermöglichen, der Seite seine Wertschätzung mit etwas mehr als einem »Like« zuteil werden zu lassen.
Erst dann, wenn man die Möglichkeit hat zu geben, kann man auch etwas für seine eigenen »Werke« erhalten.
Die gegebenen »Flattrs« eines Monats werden dann auf die Beiträge, die man im Laufe eines Monats geflattrt hat, verteilt; das heißt, der Maximalbetrag, den man zwischen 2 € und 100 € wählen kann wird gleichmäßig aufgeteilt und den Autoren gutgeschrieben. Somit ist eine maximale Kontrolle der Ausgaben gewährleistet.
Ich persönlich finde die Idee äußerst reizvoll, da sie niemanden dazu zwingt, für die Inhalte im Web zu zahlen und sich somit von klassischen »paid content«-Modellen abhebt.
Darüber hinaus stellt es eine gute Möglichkeit dar, sich von Werbung im Netz unabhängiger zu machen. Die weitreichenden positiven Folgen davon muss man wohl nicht näher erläutern.
Kritikpunkte:
- Mangelnde Transparenz (zumindest auf den ersten Blick), womit die Seite selbst Geld macht. Wer etwas weiß, bitte kommentieren. Ansonsten werde ich selbst versuchen mehr herauszufinden. In den FAQs steht, dass sie 10% von dem, was man einnimmt, behalten. Das erscheint mir doch etwas viel. Das ist mehr als der Rake beim Onlinepoker.
- Es ist nicht möglich, seine Flattrs zu gewichten, bzw. mehrmals zu flattrn. Das macht alles ein wenig undifferenziert.
Dennoch habe ich es jetzt mal zum Testen auf meinen Blogs eingebunden.
Man darf gespannt sein.



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